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Methodik und Didaktik in der Polizeiausbildung

     
Das Seminar Methodik und Didaktik in der Polizeiausbildung, das von der "Hanns Seidel" Stiftung unterstützt wurde, fand vom 30. Juni bis 1. Juli 2010 im Zentrum für polizeiliche Ausbildung statt. Zwanzig Vertreter aus fünf Organisationseinheiten des Innenministeriums hatten die Gelegenheit, ihre Erfahrungen mit dem Referenten Herrn Polizeihauptkomissar Oliver Mignon aus  der Bayerischen Bereitschaftspolizei auszutauschen. Oliver Mignion ist stellvertretender Seminarleiter und Ausbilder in den Fachbereichen "Polizeiliche Befugnisse“ und „Kommunikation" im Zentrum in Sulzbach – Rosenberg.

                             
 
–Das ist das modernste von den insgesamt sieben Zentren für die polizeiliche Grundausbildung in Bayern, wo für die Grundausbildung, sowie die Fortbildung der Polizeibeamten die Bayerische Bereitschaftspolizei zuständig ist – sagte uns
Zorka Lovre, Übersetzerin und Teilnehmerin am Seminar.
 – In Hinsicht auf seine langjährige Erfahrung bei der Realisierung des gefächerten modularen Ausbildungssystems, waren wir der Ansicht, dass er ein ausgezeichneter Kommunikationspartner für diejenigen wäre, die sich mit der polizeilichen Ausbildung beschäftigen und wir haben schon vor zwei Jahren die Stiftung gebeten, seinen Besuch zu organisieren. In die Tat konnte es erst jetzt umgesetzt werden, so dass die Teilnehmer des Seminars aus dem Zentrum für polizeiliche Grundausbildung ihre bisherigen Erfahrungen mit dem Kollegen aus Bayern austauschen konnten.
Neben den Themen wiez. B. Lerngesetze, Lehrerpersönlichkeit, Rethorik und zahlreichen didaktischen Tipps, waren für die Teilnehmer allgemein die Erfahrungen der Bayerischen Bereitschaftspolizei in der modularen Ausbildung am nützlichsten. Um überhaupt vergleichen oder Erfahrungen ausnutzen zu können, war es notwendig, die Teilnehmer des Seminars damit vertraut zu machen, dass die Ausbildung in Bayern 2,5 Jahre dauert, dass die Auszubildenden von Anbeginn der Ausbildung den Polizeibeamtenstand haben und dass sie nach der Abschlußprüfung, die unserem Staatsexamen entspricht, minimal noch ein halbes Jahr bei der Bayerischen Bereitschaftspolizei, wo sie auch ausgebildet wurden, vorerst bleiben und danach den verschiedenen Polizeibehörden zugewiesen werden. Die Teilnehmer haben mit ihrer regen Beteiligung an den Workshops, Diskussionen, zahlreichen Fragen, aber auch bei der Mitteilung ihrer Erfahrungen und der Arbeitsweise im Zentrum, ein ziemlich großes Interesse an beiden Seminartagen gezeigt.

  

Dank der liebenswürdigen Art von Herrn Mignon, konnten die Ausbilder und Organisatoren der Ausbildung im Zentrum für polizeiliche Grundausbildung in Sremska Kamenica am Freitag, den 2. Juli 2010 im Zeitraum von 9 bis 13 Uhr, die Möglichkeit ausnutzen und in Gesprächen ihre Erfahrungen austauschen, einige Schlüsselbegriffe wie z. B. "Modul"  verdeutlichen, sich detaillierter mit der Organisation der modularen Ausbildung in Bayern und der Bewertung der Auszubildenden während ihrer Ausbildung und in der Abschlußprüfung, vertraut machen.

Während der Besichtigung des Zentrums, war Herr Mignon am meisten mit dem Aussehen und der Ausstattung des Einsatzhauses begeistert, sowie mit der Realisierung des Einsatztrainings in dieser Einrichtung.

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Nach den vorgesehenen Veranstaltungen, haben wir Herrn Mignon gebeten, uns zu sagen, ob er mit dem Seminar zufrieden war.
- Ich bin sehr zufrieden! Es gab sofort Diskussionen und es war sehr lebhaft.

Haben Sie vorher ein solches Seminar abgehalten?

- Ja, und zwar genau dasselbe, letztes Jahr in Bulgarien, an welchem Vertreter aus allen drei Polizeischulen (alle kleiner als ihre) waren. Obwohl ich solch eine Erfahrung hatte, habe ich mich besonders auf meinen Besuch in Sremska Kamenica vorbereitet. Übrigens, die Ausbildung in Bulgarien und in Serbien unterscheidet sich nicht sehr viel.  

Wie ist Ihr Eindruck von unserer Ausbildung?
- Mit den serbischen Kollegen hatte ich schon 2007 in Sulzbach-Rosenberg Kontakt. Wenn ich meine Kenntnisse über das was ich von damals erfahren habe mit dem was ich hier vorgefunden habe vergleiche, dann denke ich, dass Sie weit gekommen sind. Es gibt viel mehr praktische und weniger militärisch orientierte Ausbildung. Ich habe bemerkt, dass man viel daran arbeitet, dass sich ein Polizist an die Bürger als Person die helfen will, wendet.

Ј. Obradovic
Übersetzung Borka Galavić

 

Nach Deutschland mit der „Hanns Seidel“ Stiftung


Die „Hanns Seidel“ Stiftung aus München möchte die Auszubildenden im Zentrum für die polizeiliche Grundausbildung in Sremska Kamenica motivieren die deutsche Sprache zu lernen, indem sie einen dreiwöchigen Aufenthalt in einem Zentrum für die polizeiliche Ausbildung in Bayern finanziert. Aleksandra Ćurčić, die beste Auszubildende der ersten Generation im Zentrum, ausgewählt unter denjenigen die Deutsch gelernt haben, wurde aus diesem Grund von der Stiftung belohnt. Dieser ungewöhnliche und wertvolle Preis wurde Fräulein Ćurčić am 13.10.2009 von Herrn Lutz Kober, dem Projektleiter der „Hanns Seidel“ Stiftung für Serbien und Montenegro überreicht. Bei diesem Ereignis versprach Herr Kober, auch in Zukunft diesen Preis zu vergeben.
Tief beeindruckt von ihrer Reise, brachte uns Aleksandra ihren Bericht mit.

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Als Hospitantin besuchte ich vom 19.10.2009 bis zum 06.11.2009 das Zentrum für die Ausbildung der Bayerischen Polizei in Königsbrunn, um die deutsche Sprache besser zu beherrschen. Außer mir haben an der Hospitation auch Polizisten aus Kroatien, der Ukraine und Ungarn teilgenommen. Es war höchst interessant drei Wochen lang den praktischen und theoretischen Unterricht in den Fachräumen und auf dem Gelände zu verfolgen.

Im praktischen Unterrichtsteil hatten wir eine Schießübung. Wir schoßen mit der Pistole „Glock“ im Schießkino und sahen uns bei dieser Gelegenheit auch die alte Rüstung an. Danach zeigte man uns wie Autos auf der Autobahn im Verkehr kontrolliert werden. Mit den Referenten haben wir die Dienstwagen auf dem Fahrgelände gefahren. Mehrmals nahmen wir am Unterricht der Selbstverteidigung, der für die Studenten des Zentrums organisiert wurde, teil.

 
Mit unseren Gastgebern besuchten wir auch das Zentrum, in welchem Diensthunde trainiert werden.
In München sahen wir uns die Hubschrauberstaffel der Bayerischen Polizei an, betrachteten die neuesten Modelle der Hubschrauber, die im Rahmen einer Polizeiaktion eingesetzt werden, lernten die Aufgaben sowie die Vorgehensweise dieser Einheit in spezifischen Situationen kennen.

Uns wurden auch Aufbau und Organisation sowie die Arbeitsweise der Gewerkschaft der Bayerischen Polizei vorgestellt.

Wir besuchten beim Rundgang durch München die Polizeiverwaltung der Stadt, wobei uns ihre Organisation und Tätigkeit, sowie die verfügbare Ausrüstung vorgestellt wurde. Bei der Besichtigung der Räume des Lagedienstes, wurden wir mit den Aufgaben wiez. B. Erstattung von Anzeigen und Einsetzung des Streifendienstes vertraut gemacht. Wir waren auch in der Polizeiverwaltung Schwaben – Nord in Augsburg.

 

Im Rahmenprogramm zeigten uns die freundlichen Gastgeber die Stadt Augsburg, den Nationalpark und das Schloss Nordschwanstein.Wir besichtigten die Sehenswürdigkeiten und lernten auch die Tradition, Kultur und Geschichte der Stadt kennen.  

 

 

 

Im Stadion des Fußballklubs "Bayern München" – Allianz Arena sahen wir uns das Fußballspiel zwischen dem FC "Bayern" aus München und dem
FC "Eintracht" aus Frankfurt an. Wir haben zur Kenntnis genommen, welche Maßnahmen vonseiten der Polizei bei Fußballspielen getroffen werden und welche Vorgehensweise in kritischen Situationen angewandt wird. Das Stadion "Impuls Arena" in Augsburg haben wir auch gesehen.

 
Einen Tag bevor unser Besuch endete, hatten wir ein Treffen mit dem Leiter des Zentrums für die Ausbildung der Bayerischen Polizei und waren abends zum Festessen an dem auch die Beschäftigten teilnahmen, eingeladen. Bei dieser Gelegenheit überreichte ich dem Herrn Leiter ein Geschenk des Zentrums für die polizeiliche Grundausbildung in Sremska Kamenica.



              Aleksandra Ćurčić
  Polizeiobermeisterin bei der Polizeibehörde in Vršac


 

Seminar für Deutschlehrer vom 18. – 22. August 2008 in Sremska Kamenica, Polizeischule

In der Mittelschule des Innenministeriums  – Zentrum für die polizeiliche Grundausbildung in Sremska Kamenica, fand vom 18. – 22. August 2008 zum dritten Mal das Seminar  „Spezialausbildung für Deutschlehrer – polizeispezifische Terminologie“ statt. Der Referent war Herr Helmut Wolf, Hauptkommissar, Präsidium der Bayrischen Bereitschaftspolizei in Bamberg.

Dieses Jahr wurden folgende Themen bearbeitet:

• Kommunikation am Grenzübergang;
• Kommunikation im Verkehr – Verkehrsunfall;
• Organisation und Dienstbetrieb der Polizei in der BRD und Bayern;
• Kriminalistik – Diebstahl – Formulare;
• Kriminalistik – Personenbeschreibung.

Die Teilnehmer des Seminars haben auch eine Unterrichtsstunde in vier Gruppen der  Auszubildenden der ersten Generation im „Zentrum für die polizeiliche Grundausbildung“ vorbereitet und abgehalten. Das Thema der Unterrichtsstunde war „Taschendiebstahl“ und wurde als Einführung in den neuen Themenkreis „ Kriminalistik“ angesehen. Die Teilnehmer haben nach der abgehaltenen Unterrichtsstunde ihre Erfahrungen, Eindrücke und Materialien ausgetauscht.

Eindrücke 

Herr Wolf ist schon zum vierten Mal in unserer Schule und das zweiten Mal bei diesem Seminar.
„Ich denke, dass solche Begegnungen verschiedener Kulturen sehr wichtig sind. Es ist auch sehr interessant die verschiedenen Arten des Lernens einer Fremdsprache in andern Ländern kennen zu lernen. Die Strukturen der Stoffverteilungspläne sind verschieden. In Tschechien wird z.B. in einem zusammenhängenden Zeitraum, im Block, nur Deutsch gelernt.“

„In Bulgarien, im Zentrum für die Spezialisierung und Fortbildung in Pazardzik, ist die Dauer der Sprachkurse nicht gleich lang,“ fügte die Kollegin Spaska Kostadinova hinzu. „Den Anfängern gibt man mehr Zeit als denen, die schon eine Fremdsprache gelernt haben.“

Renata Šobak-Sreš ist Deutschlehrerin an der Polizeiakademie in Ljubljana. „Ich komme das dritte Mal zum Seminar und jedes Mal ist es für mich interessant und nützlich. Das ist für uns eine einmalige Gelegenheit fünf Tage nur Deutsch zu sprechen. Wir haben Erfahrungen ausgetauscht und uns mit der Didaktik vertraut gemacht, nach der unsere Kollegen vorgehen.“

„Wir haben neben nützlichen Informationen auch Materialien bekommen, die wir im Unterricht und beim Übersetzen von Fachtexten anwenden werden“ sagte Marija Corbeva von der Fakultät für Kriminologie in Skopje.

 

„Ich bin kein Fremdsprachenlehrer, aber ich lerne Deutsch und dies war für mich eine einmalige Situation, die Fachterminologie kennen zu lernen, der man im Alltag nicht  begegnen kann“ sagte unser Gast aus Montenegro Radomir Radunović, Stellvertreter des Kommandeurs in der Spezialeinheit der Polizei.

Dies war eine Gelegenheit alte Bekanntschaften zu festigen und neue zu knüpfen. Die Vertreterin aus Bulgarien äußerte das Interesse ihrer Vorgesetzten eine engere Zusammenarbeit mit den Institutionen in Serbien herzustellen, die sich auch mit der Ausbildung der Polizei befassen.

An der Zusammenarbeit sind auch die Kolleginnen Annamaria Perczel und Martha Arhip aus der Mitteleuropäischen Polizeiakademie (MEPA) mit Sitz in Budapest sehr interessiert. Die „Arbeitssprache“ der Akademie ist Deutsch und daher müssen alle Auszubildenden, die sich fortbilden, diese Sprache beherrschen, da man ohne Dolmetscher arbeitet. Das Innenministerium Ungarns organisiert an dieser Akademie Deutschkurse für ihre Beamten, die wegen des Erwerbens der Sprache bis zu einem Jahr vom Dienst befreit werden können.

Wenn man das Lernsystem und die Gesamtzahl der Unterrichtsstunden vergleicht, die man dem Erlernen einer Fremdsprache widmet, dann kann man sagen, dass die Zahl der Unterrichtsstunden am geringsten in Slowenien und Serbien sind. Dem Erlernen einer Fremdsprache wird eine größere Bedeutung in Tschechien, in der Slowakei, in Ungarn und Bulgarien gewidmet (besseres System und mehr Stunden).

Die Gäste bedankten sich herzlich bei den Gastgebern für die Gastfreundlichkeit und Organisation des Seminars.

„Es ist schon zur Tradition geworden, dass sich die Deutschlehrer aus den Zentren für die polizeiliche Ausbildung in Mittel- und Südosteuropa hier treffen, dass sie fünf Tage zusammen arbeiten und sich unterhalten“ sagte Jelena Djurović, Vertreterin der Hanns-Seidel-Stiftung, die die Durchführung des Seminars finanziell unterstützt.

 

Die Teilnehmer des Seminars, von links nach rechts:

Jovan Kovačević (Serbien), Radomir Radunović (Montenegro), Renata Šobak-Sreš (Slowenien), Spaska Kostadinova (Bulgarien), Marija Corbeva (Mazedonien), Dragana Skrobonja (Serbien), Zorka Lovre (Serbien), Annamaria Perczel und Martha Arhip (Ungarn), Borka Galavić (Serbien) und Helmut Wolf (Deutschland).

Die Teilnehmer wurden vom Leiter der Verwaltung für Fachausbildung, Qualifizierung, Fortbildung und Wissenschaft des Innenministeriums der Republik Serbiens,  Herrn  Mag. Janoš Kopas, dem Leiter der Hanns-Seidel-Stiftung für Serbien und Montenegro, Herrn Lutz Kober und dem Stellvertreter der Direktorin der Schule, Herrn Miroslav Mijailović, begrüßt.

Sremska Kamenica, den 28.8.2008                                                          Jasna Obradovic